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Der RoboCup feierte vom 30. Juni bis zum 3. Juli seinen zwanzigsten Geburtstag auf dem Messegelände Leipzigs. Mit 3.500 Teilnehmern aus insgesamt 45 verschiedenen Ländern gab es auch dieses Jahr eine bunt gemischte Teilnehmerschar. Doch unabhängig von Alter und Herkunft hatten alle eines gemein: die Liebe zur Robotik.
Abgestecktes Ziel der RoboCup Initiative ist es bis 2050 ein Team aus humanoiden Robotern zusammenzustellen, welches es mit dem Fußballweltmeister aufnehmen kann. Über die Tage verteilt begeisterte das Event rund 35.000 Menschen. Gerade die jüngeren Besucher waren in ihren Bann gezogen bei den kompetitiven Auseinandersetzungen der verschiedenen Roboterligen. Insbesondere die Modelle der humanoiden Roboter, aufgeteilt in drei verschiedene Ligen (Adult Size, Teen Size, Kid Size), sorgten bereits in den Gruppespielen für eine teils stadionartige Stimmung bei den kleinen Besuchern. Paraden wurden bejubelt und jeder Torschuss sorgte für Freude auf den Zuschauerplätzen. Insgesamt herrschte eine sehr ausgelassene Stimmung. Doch nicht nur die Besucher dürften mit den angebotenen Events sehr zufrieden gewesen sein. Auch die deutschen Teams schnitten in einigen der Ligen gut ab. So holte zum Beispiel das Team um den Roboter „Sweaty“ von der Hochschule Offenburg den zweiten Platz in der Adult Size Liga. Seinen Namen verdankt dieser einer der genutzten Techniken. „Sweaty“ ist der erste Roboter der seine Motoren durch Verdunstung kühlt. Das Team NimbRo von der Universität Bonn konnte sich in der Teen Size Liga den ersten Platz erkämpfen. Aber Erfolge feierten die deutschen Teams dieses Jahr nicht nur in den humanoiden Roboterwettkämpfen. Das Team Carologistics aus Aachen sicherte sich den ersten Platz in der Logistik Liga. Im Bereich der Rettungsroboter konnte die Universität Paderborn einen soliden dritten Platz erreichen. Weitere Triumpfe der deutschen Partizipierenden waren der Erste Platz in der Klasse der Standard Plattform Indoor-Wettbewerbe oder auch die Titelverteidigung in der noch jungen industrieorietierten Liga RoboCup@Work durch das Team Luhbots aus Hannover. Einen besonderen Sieg feierte das Team ToBI in der Haushaltsliga welches nach einem dritten Platz letztes Jahr dieses Mal auf dem Siegerpodest ganz oben stand (alle Ergebnisse hier ansehen).
Das Projektteam Mining-RoX nutzte die Gelegenheit, um gemeinsam mit Julius seine Forschungsergebnisse zu präsentieren. Am Gemeinschaftsstand des SMWA den wir uns mit anderen Ausstellern (Wirtschaft und Innovation Sachsen, Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, futureSAX, Frauenhofer IWU, Qualifizierung in Sachsen, Sachsen Digital) und Universitäten (TU Dresden, TU Chemnitz, HTW Dresden) Sachsens teilten erlebten die Besucher Robotik zum Anfassen. Viele der kleineren Besucher posierten voller Stolz mit Bergmannshelm neben Julius und ließen sich von ihren Eltern ablichten. Julius begeisterte generationsübergreifend und zeigte auch keinerlei Berührungsängste; dutzende kleine Kinderhände freuten sich, einen solchen Roboter endlich auch einmal anfassen und befühlen zu dürfen.
Neben den Wettbewerbsteilnehmern und Ausstellern waren viele auf dem Gebiet der Robotik führende Firmen ebenfalls mit einem Stand vor Ort vertreten. Freundliche Mitarbeiter von bspw. Siemens, Kuka, Festo oder Toyota standen Besuchern wie Ausstellern für Fragen zur Verfügung. Für Toyota war das Event ein doppelter Erfolg. Zusammen mit SoftBank Robotics stellt Toyota beim Robocup 2017 zwei neue Standard Plattformen. Die beiden Unternehmen setzten bei den Präsentationen gegen ihre Kontrahenten durch welche alle „ausnahmslos beeindruckend“ (Prof. Oskar von Stryk, Associated Chair des RoboCup 2016) waren.
Resümee ziehend war es ein aufregendes Wochenende bei dem für jeden etwas dabei war. Mit der durchgehend freundlichen Präsentation konnte das Team um Julius seine Gäste Unterhalten und auch viele technische Fragen beantworten. Weiterhin gab es reichlich positives Feedback und auch den ein oder anderen wertvollen Denkanstoß welcher bei zukünftigen Problemstellungen außerordentlich wertvoll sein wird.