IMG_0189

Am 28. April 2016 fand an der TU Bergakademie Freiberg zum 12. Mal der Girls‘ Day statt. An diesem Tag kamen Mädchen aus ganz Sachsen an die Universität, um Studiengänge aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik kennenzulernen.

Nach der allgemeinen Begrüßung wurden die Mädchen ihren Gruppen zugeteilt. Im Voraus konnten sich die Teilnehmerinnen ihren Interessen entsprechend für die angebotenen Workshops aus den 6 Fakultäten eintragen. Insgesamt 21 Mädchen haben am Workshop der Fakultät für Informatik und Mathematik teilgenommen. Die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Katja Fiedler und Claudia Buhl betreuten die Gruppe und besuchten mit ihr zwei Forschungsabteilungen am Institut für Informatik.

Zunächst gab Erik Berger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, eine Einführung in die humanoide Robotik. Er stellte den kleinen menschenähnlichen Roboter NAO vor und zeigte interessante Experimente mit einem Roboterarm, an dem eine Hand befestigt ist (3-Finger-Greifer).

Danach ging es für die Gruppe in das Labor des Projektteams von Mining-RoX. Dort lernten sie die mobile Roboterplattform „Alexander“ kennen. Der knipste die Mädchen direkt mit zwei seiner vielen Kameras:

girls

Sein größerer Bruder „Julius“ war zu diesem Zeitpunkt auf der Hannover Messe (vgl. Bloggeintrag Julius auf Hannover Messe). Mitarbeiter des Projektes (Marc Donner und Steve Grehl) erklärten den Mädchen die Vorgehensweise aber auch die auftretenden Probleme der untertägigen Kartierung und Navigation sowie einzelne Schritte der 3D-Rekonstruktion von Bergwerken.

Nach der Mittagspause starteten die verschiedenen Workshops und die Mädchen durften nun selber aktiv werden. Bei den Workshops im Bereich der Informatik standen u.a. „Programmieren“ sowie „Intuitive Robotersteuerung“ zur Auswahl.

Am Workshop „Intuitive Robotersteuerung“ nahmen 8 Interessentinnen teil. Ziel war es, vier Robotern, sogenannte „Turtlebots“, eine kurze Choreographie beizubringen. Dazu mussten die Mädchen einzelne Geschwindigkeitsbefehle zur Robotersteuerung so aneinander setzen, dass ein kurzer Tanz entsteht.

Die Mädchen kreierten zunächst die Bewegungsabläufe in einer Simulation, um zu testen, ob sich die geplanten Befehle auch umsetzen lassen. Anschließend wurden diese auf die realen Turtlebots übertragen und die „Programmiererinnen“ konnten sich davon überzeugen, dass ihre Überlegungen nicht nur in der Simulation funktionierten.

Im Anschluss ließen die Mädchen und Workshop-LeiterInnen den Tag gemeinsam im SIZ Campus Café im Zentrum Freibergs ausklingen.